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Leadership

So bauen Sie Vertrauen zum Team auf

Lesezeit: 3 Minuten

Vertrauen als heute alltagssprachlicher Begriff wird in unterschiedlichsten Konstellationen verwendet. Vertrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen (Freunde, Partner, Kollegen), Vertrauen in unterschiedlichen Handlungskontexten (Familie, Schule, Arbeitswelt) als auch Vertrauen gegenüber verschiedenster Artefakte (Geld, Gesetze, Informationen, Normen). Ausgehend von diesen vielfältigen Anwendungsfällen von Vertrauen, ist eine allgemeingültige Definition schwierig. Es können aber Gemeinsamkeiten gebildet werden, die einen Rückschluss auf deine Definition zulassen. So hat jeder Vertrauenskontext gemein, dass sie auf Erfahrungen beruhen und zwischen Wissen und Nicht-Wissen rangieren. Jemand er alles weiß, braucht nicht zu vertrauen, wohingegen jemand der nichts weiß, auch nicht vertrauen kann. Dies bedeutet, dass man basierend auf der Vergangenheit die Zukunft, mit dem was wir unter Vertrauen verstehen, interpoliert. Dies unter Berücksichtigung eines Risikos, welches wir eingehen. Eben aufgrund der Lücke zwischen Wissen und Nicht-Wissen und Erfahrungen und Interpolation.

Vertrauen in Unternehmen

Aufgrund der Breite des Begriffs sowohl in der Frequenz als auch in der Breitenwirksamkeit gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die das Vertrauen in etwas untersuchen. Vertrauen in Politik und Politiker, Vertrauen in Medien, Vertrauen in Unternehmen und Unternehmer uvm. Eine dazu sehr umfangreiche Studie – das Trust Barometer – welches seit Jahrzehnten weltweit das Vertrauen misst, kommt dabei zum Schluss, dass das Vertrauen in vielen Messbereichen generell abnimmt. Darunter fallen Bereiche wie Politik, Medien, Social Media Plattformen, Suchmaschinen usw. Einer der wenigen Bereiche, die in den letzten Jahren an Vertrauen gewonnen haben, sind Unternehmen. Wobei auch hier nochmal in der Branche unterschieden werden muss – Technologieunternehmen genießen ein größeres Vertrauen als die Finanzbranche oder der Automobilsektor. Jene Unternehmen, die großes Vertrauen erhalten, haben einerseits in neue Stellen investiert, stehen für Innovation und schaffen einen positiv besetzten Arbeitsplatz. In Summe sorgen Sie sich um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

So wie Vertrauen damit im täglichen Leben eine wichtige Rolle spielt, nehmen Mitarbeiter die Relevanz des Vertrauens auch in den unternehmerischen Kontext mit. Genau dies ist der entscheidende Faktor für Unternehmen und deren Manager, mit Vertrauen als wichtige Ressource umzugehen.

Vertrauen und Führung

Vertrauen kann bis zu einem Maße von der Führungskraft beeinflusst werden, sofern man echtes und ehrliches Interesse an Vertrauen hat. Dies ist auch bereits die erste Regel in Bezug auf Vertrauen. Damit man Vertrauen von seinen Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten erreicht, muss man zuerst genau diesen Menschen vertrauen. Es gilt einen Vertrauensvorschuss zu geben, bevor man Vertrauen empfängt. Darauf aufbauend gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Methoden, um seinen persönlichen Vertrauensindex als Manager zu erhöhen:

Offene und ehrliche Kommunikation

Um Wissen heute aufzubauen und morgen ein höheres Vertrauen zu haben, bedarf es einer offenen Kommunikation. Nur wenn einem Offenheit entgegengebracht wird und man auch selbst offen sein kann, entwickelt sich ein bi-direktionales Vertrauen. Ehrlichkeit versteht sich an dieser Stelle von selbst. Neben offen und ehrlich ist Kommunikation selbst bereits ein Thema, welches Bände füllt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Kommunikation mit vielen Regeln beschrieben werden kann, aber eine ist für das Vertrauen von unschätzbarem Wert: jene des aktiven Zuhörens. Kommunikation ist nicht nur uni-direktional – von der Führungskraft zum Mitarbeiter – zu verstehen, sondern auch umgekehrt. Die Führungskraft hört aufmerksam zu, stellt Rückfragen und versucht das gehörte zu verstehen. In der Praxis nicht immer der Fall – leider.

Auf seine eigenen Werte fokussieren

Jeder Mensch orientiert sich im täglichen Handeln und im Beruf an seinen Werten. Werte die sich aus den unterschiedlichsten Bereichen und Hintergründen gebildet haben. Es können Werte wie Zuverlässigkeit, Kreativität, Mut sein wie auch Familie, Freunde, Partnerschaft. Werte bilden damit die Basis und die Entscheidungen folgenden diesen Werten. Verlässt man dieses Paradigma, erscheint mal für die Umwelt als instabil und zugleich nicht berechenbar. Dies stört das Vertrauensverhältnis. Hat der Mitarbeiter aus den Handlungen der Führungskraft aus der Vergangenheit gelernt, welche Werte wichtig sind, so wird man diese Werte auch in die Zukunft projizieren. Erfolgen dann Entscheidungen aufgrund anderer Werte, kann damit das Vertrauen geschädigt sein.

Leidenschaft zeigen

Führungskräfte und Mitarbeiter haben Leidenschaften. Dies können Themen im privaten Umfeld sein (Sport, Musik, uvm.) oder auch im beruflichen Kontext. Im Falle des Vertrauens zählt hierbei die Leidenschaft der Führungskraft für die beruflichen Herausforderungen. Wer Leidenschaft zeigt, der überzeugt. Wer Leidenschaft zeigt, der gibt nach außen hin zu, dass etwas gerne und ohne Überwindung getan wird. Wer Leidenschaft zeigt, der zeigt, dass Emotionen ein Teil davon sind. Wer Leidenschaft zeigt, dem kann vertraut werden, denn eine Leidenschaft ist in der Regel auch morgen noch vorhanden.

Kompetent sein und Kompetenz zeigen

Kompetenz ist ein in dieser Aufzählung gutes Beispiel dafür, dass Kompetenz allein noch keinen Vertrauenszuwachs beschert. Zu sachlich ist dafür das Thema der Kompetenz. Umgekehrt ist dies jedoch stark differenziert zu betrachten. Wenn am Beispiels des Managers dieser keine oder keine ausreichende Kompetenz in einem Bereich aufweist, so kann das zuvor entgegen gebrachte Vertrauen deutlich schwinden. Kompetenz bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch nicht, dass man alle Details über einen bestimmten Fachbereich kennt, aber man muss wissen, was getan werden muss. Welche Entscheidungen getroffen werden müssen und welche Wege eingeschlagen werden müssen.

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